Neid hat ein hässliches Gesicht … oder nicht?

Niemand gibt es gerne zu, denn oftmals hinterlässt dieses Gefühl einen bitteren Nachgeschmack und doch … es lässt sich nicht leugnen, dass wir von Zeit zu Zeit Neid verspüren.

Neidisch blicken wir auf scheinbar glücklichere Beziehungen, größeren Besitz, erfülltere Leben.
Und landen damit unweigerlich dort, wo das eigene Glück sein Ende findet – im Vergleich mit unserem Gegenüber.

Und doch ist das was wir fühlen und an uns selbst verurteilen, zutiefst menschlich. Und ja, tatsächlich ist es hilfreich.
Und zwar dann, wenn wir nicht im bloßen Gefühl des Neides und im Vergleich selbst stecken bleiben, sondern uns ehrlich die Frage stellen:
„Welches meiner Bedürfnisse ist nicht erfüllt, dass ich so neidvoll in „Nachbars Garten“ schaue?

Denn Neid auf unser Gegenüber will uns vor allem eines deutlich machen:
Wo, in welchem Bereich wir einen Mangel in unserem Leben verspüren.

Aus der Rolle des „Neiders“ und damit aus unserer Opferrolle heraus zu kommen, erfordert zuerst die Bereitschaft zur Selbst-reflektion.

Was genau fehlt mir?
Weshalb bin ich neidisch?
Welche Veränderung wünsche ich mir in meinem Leben?

Und schlussendlich braucht es den Willen und den Mut zur Veränderung.

Was kann ich aktiv tun, um von diesem Mangel in die Fülle zu kommen?
Welche Schritte darf ich gehen, um mir mein glückliches und erfülltes Leben zu gestalten?

Statt also das Problem zu bewundern, dürfen wir anfangen, Lösungen für uns zu finden.
Wir dürfen beginnen an uns zu arbeiten und unser „eigenes Gras in unserem eigenen Garten zu bewässern.“

Damit wir nicht wieder und wieder gezwungen sind, neidvoll in Nachbars Garten zu blicken.

Jana Finger

Writer & Blogger

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